Archiv der Kategorie 'Inuit'

Der schwarze Mann mit dem Hundeschlitten

Wie Leutnant Pim die „Investigators“ rettete

Vor 131 Jahren, am 30. September 1886, starb Bedford Clapperton Trevelyan Pim. Als Offizier der Royal Navy war er zwischen 1850 bis 1854 an der Suche nach der verschollenen Franklin-Expedition beteiligt. Dabei erwarb er sich durch außergewöhnliche Leistungen besondere Verdienste. Hier soll ausschließlich eine Episode aus dieser Zeit mit ihren Folgen beleuchtet werden – dass bestimmte Attitüden in Pims späteren Leben als ein Modellfall für koloniales und rassistisches Denken im viktorianischen Großbritannien betrachtet werden, ist ein ganz anderes Thema.

Bedford Clapperton Trevelyan Pim, zeitgenössisches Bildnis Bildnis
Bedford Clapperton Trevelyan Pim, zeitgenössisches Bildnis

Eines der zur Suche nach Franklin ausgesendeten Schiffe, HMS Investigator, war seit 1850 mit 65 Mann an Bord vom Westen her, von der Bering Strait, in der Arktis unterwegs. Schon im ersten Winter, während das Schiff im Eis der Prince of Wales Strait festgefroren war, erbrachte eine Expedition des Kapitäns McClure über Land und Eis bis zum Ende dieser Wasserstraße die Gewissheit, dass die lange gesuchte Nordwestpassage tatsächlich existierte: Die fehlende Verbindung vom Westen, von der Bering Strait, zum Viscount Melville Sound, durch den Parry bereits 1820 vom Osten her Melville-Insel erreicht hatte, war nunmehr gefunden.

Melville Island, von Banks Island aus gesehen – Stich nach einer Zeichnung von S.G. Cresswell
Melville Island, von Banks Island aus gesehen – Stich nach S.G. Cresswell

Die Kunde davon konnte jedoch England nicht erreichen. Auch im Winter darauf war das Schiff wiederum fest vom Eis umklammert, diesmal in einer schmalen Bucht am Ufer von Banks Island in der Mercy Bay, die Lebensmittelvorräte waren geschrumpft, die Mannschaft litt an Hunger und Krankheiten. Im Frühjahr 1852 unternahm Kapitän McClure eine Schlittenreise nach Winter Harbour, dem einstigen Winterquartier von Parry. Er hoffte, dort ein britisches Schiff oder wenigstens ein Lebensmitteldepot vorzufinden. Stattdessen entdeckte er nur eine Nachricht mit Angaben darüber, wo man hunderte Kilometer weiter östlich Lebensmitteldepots angelegt hatte. McClure hinterließ ebenfalls eine Nachricht, die die Situation und Position von HMS Investigator beschrieb.

Mit Schlitten über Presseinrücken im Packeis – Cresswell
Mit Schlitten über Presseinrücken im Packeis – Stich nach S.G. Cresswell

Die britische Admiralität hatte zwischenzeitlich weitere Arktisexpeditionen ausgerüstet – nicht nur nach Franklin und seinen Leuten wurde gesucht, sondern nun auch nach HMS Investigator und ihrer Besatzung. Im Herbst 1852 waren HMS Resolute und HMS Intrepid nach Melville Island vorgestoßen und überwinterten dort vor Dealy Island. Ein Schlittentrupp suchte noch im Oktober Winter Harbour auf, wo McClures Nachricht entdeckt wurde. Aber der arktische Winter, der nun mit aller Härte einbrach, erlaubte es dem Befehlshaber Kapitän Kellet nicht, sofort Hilfe auszusenden.

Schlittenflagge_Leutnant Pim_angefertigt von Jane Franklin
Schlittenflagge für Leutnant Pim – © National Maritime Museum Collection

Im März 1853 erbot sich Leutnant Bedford Pim freiwillig, einen Schlittentrupp von Dealy Island zur Mercy Bay zu führen. Mit einem von sieben Männern gezogenen Lastschlitten und einem Hundeschlittengespann machten er und der Schiffsarzt Dr. Domville sich auf den Weg. Den Umgang mit Schlittenhunden hatte man von den Inuit in Westgrönland erlernt, von denen auch die Gespanne stammten. Extremes Wetter mit orkanartigen Schneestürme verzögerte das Vorankommen des Trupps um viele Tage. Der Lastschlitten war dem mühseligen Weg über die „Hummocks“, die Presseishügel, nicht gewachsen und zerbrach. Bei eisiger Kälte beschloss Pim, den Rest des Weges nunmehr allein mit dem Hundegespann und nur zwei Männern, Emmanuel Bidgood und Robert Hoyle, zurückzulegen.

Ein Schlittenhundegespann der Inuit
Ein Schlittenhundegespann der Inuit

Nach dem dritten entbehrungsreichen Winter im Eis hatte Kapitän McClure entschieden, einen Großteil der inzwischen durch Hunger und Skorbut geschwächten und teils schwerkranken Mannschaft von HMS Investigator zu wochen- oder monatelangen langen Fußreisen über das Eis auszusenden, „um ihr Leben zu retten“. Er hoffte, mit dem Rest, den 30 stärksten und gesündesten Männern, das Schiff im Sommer aus dem Eis zu befreien und heimwärts zu segeln.
Eine Gruppe mit dem ersten Offizier Hasswell sollte mit Reiseproviant für 45 Tage 800 km über Land und Eis nach Osten, nach Port Leopold auf Somerset Island wandern, „wo ein 1848 erbautes Haus nebst Lebensmittel, Kleidung und Steinkohlen im Uberfluß und ein kleines Dampfboot zu finden sei“.

Port Leopold mit der Ruine eines Handelsposten der Hudson's Bay Company
Port Leopold mit der Ruine eines Handelsposten der Hudson’s Bay Company

Eine zweite Gruppe mit dem Inuktitut-Dolmetscher Miertsching, dem zweiten Offizier Cresswell und sechs Kranken sollte entlang der Küste von Banks Island bis zu ihrem alten Winterplatz bei den Princess Royal Islands laufen, wo sich ein Boot und ein Lebensmitteldepot befanden. Dort sollten die Männer drei Monate bis zum Eisaufbruch warten, um dann mit dem Boot über die Dolphin & Union Strait zum Festland und landeinwärts nach Fort Good Hope, einem Posten der Hudson’s Bay Company zu gelangen. „Wenn ich diese unsre bevorstehende Reise, die Schwierigkeiten derselben, und uns selbst betrachte und alles erwäge, so ist es dem Verstande nach und menschlich geredet keine Möglichkeit, dass einer von uns lebendig England erreichen werde“ , schrieb Miertsching in seinem Tagebuch.

Karte zeigt die erwaehnten Orte
Karte: Canada_Northwest_Territories, Wikipedia

Der Abmarsch sollte am 15. April stattfinden. Die Männer im Winterquartier in der Mercy Bay waren bei den Reisevorbereitungen, als einer der Schwerkranken seinen Leiden erlag. Im hart gefrorenen Boden musste nun – es war der 6. April – ein Grab geschaufelt werden. Kapitän, Offiziere und einige aus der Mannschaft befanden sich daher an Land, als man einen beweglichen Punkt erblickte, der sich schnell annäherte, dahinter noch einen weiteren.

Arrival LieutenantPim April 1853
Die Ankunft von Leutnant Pim bei der Investigator, aus: Sunday at Home

Erst dachte man an Moschusochsen, bald vermutete man Inuit, doch der Fremde, in Pelzkleidung und schwarz im Gesicht, stellt sich zur Überraschung seiner Zuhörer in englischer Sprache vor: als Leutnant Pim vom Schiff Resolute unter Kaptain Kellet. Die Aufregung, die unbeschreibliche Erleichterung, die wiederauflebende Hoffnung der Männer ist wohl kaum vorstellbar für jemanden, der nicht gleichfalls solche Ausweglosigkeit und dann eine so plötzliche Wende erfahren hat. Selbst die Kranken vergaßen ihr Elend und sprangen aus den Hängematten, um Leutnant Pim die Hand zu drücken und sich zu bedanken: er hatte die „Investigators“ noch rechtzeitig vor dem Abmarsch in den fast sicheren Tod erreicht und damit gerettet.

Taucher am 2010 gefundenen Wrack von HMS Investigator
Taucher am 2010 gefundenen Wrack von HMS Investigator – © Parks Canada

Die Investigator wurde nun verlassen und schließlich aufgegeben, später sank sie auf den Grund des Meeres. Die Mannschaft begab sich zu Fuß zu den Rettungsschiffen Resolute und Intrepid. Die schließlich 60 Überlebenden mussten, mit Ausnahme von Lt. Cresswell und Maat Wyniatt, noch einen weiteren Winter im Eis verbringen, bis sie schließlich im Herbst 1854 London erreichten. – Und warum hatte Leutnant Pim ein schwarzes Gesicht? Vermutlich war es durch den Ruß des Brenners geschwärzt, mit dem unterwegs das Wasser für Tee geschmolzen und das Essen erwärmt wurde; an Waschen war unter den extremen Bedingungen wahrlich nicht zu denken.

(Anmerkung: Alle Zitate stammen aus Miertschings Reisetagebuch)

posted by Mechtild Opel

„Let’s raise a toast to Miertsching!“

(Deutsche Version hier)
Today, it’s the 200th birthday of Germany’s only person who took part in finding the Northwest Passage

On August 21, 1817, a young son by the name of Johann August was born into family of the carpenter Johann Miertsching in the Sorbian village Hrodźišćo (Gröditz) near the town Weißenberg in Upper Lusatia. Only 4 years earlier, the fields around this village had been whipped up by cannon balls and soaked in blood when Napoleon and his Saxonian allies fought against the Prussian and Russian troops in the battle of Bautzen.

Ansicht von Groeditz bei Weißenberg, Oberlausitz
Gröditz near Weissenberg, Upper Lusatia

From the village on a hilltop, one had a clear view of the surrounding country with the bell-towers of the neighboring parishes clearly visible. On the horizon, one could recognize the towers of Budissin (now Bautzen), the capital of Upper Lusatia, a region under the rule of Saxony. Has this view into the long distance influenced the later life of the boy?
When Johann August turned 10, the village school of Gröditz got a new teacher, who started to teach his pupils to read German. Before, lessons had been held exclusively in Sorbian.

From 1831 to 1844 Miertsching lived in the Bruederhaus in Kleinwelka
From 1831 to 1844 Miertsching lived in the Bruederhaus in Kleinwelka

When Miertsching celebrated his twentieth birthday, he was a skilled shoemaker in the village of Kleinwelka near Budissin, an important settlement of the „Herrnhutians“, the Moravian Brethren. When he turned 25, he had already been accepted as a member of the Moravian Brethren for two years. He had passed the master craftsman’s examination and was head of the shoemaker’s workshop in the village.

Okak – historische Zeichnung
Old drawing showing Okak in Northern Labrador

On his 30th birthday, Miertsching was far away from home, on another continent. He had already been serving in the Moravian mission with the Inuit in the settlement of Okak in the subarctic region of Northern Labrador, just north of the 57th latitude, for three years.
Here, he had learned the language of the Inuit and, along with everyday work and other duties, was working mainly as a teacher. On August 24, 1847, three days after his birthday, he wrote in a letter to Herrnhut: „Because the unmarried brothers and the boys were visiting me every day, I had started a lesson in geography and science of the world, and it seemed to please them, And for me, it was a good exercise in the language … “.

Flaxman Island
Near Flaxman Island Miertsching, as an interpreter for his ship’s captain, was talking with the local Inuit

Turning 35, Miertsching was in a very critical situation. Two years earlier, in 1850, he had been chosen as an Inuit interpreter for one of the British naval expeditions in search for Franklin’s lost expedition. After arriving on board of the HMS Investigator, he had had to learn the English language very quickly. Now, on August 21th 1852, he had already gone through two winters full of hardship in the High Arctic.

Die Investigator im Eis
HMS „Investigator“ in the pack ice

The ship lay in a small bay north of Banks Island, north of 74°N in the Western Arctic. It was firmly caught in ice of the Polar Sea. Many of the crew were suffering from scurvy. Everyone was eagerly waiting for the break-up of the ice, but this summer seemed to be cooler than normal. The ship was still frozen and the food was scarce. In his diary, Miertsching is mentioning the „crestfallen crew“; he himself seeks consolation in his faith. On his birthday, he notes only briefly: „I spent this day on the land, wandering around alone. The Lord gave me great grace also today … “.

Nelson Head, Banks Island
Lord Nelson Head, Banks Island – by Samuel Gurney Cresswell

By the time Miertsching is turned 40 years old, he was living on a completely different continent. He had married shortly before, and, together with his wife, had traveled to South Africa to serve in the Moravian mission there. He was now living in Elim, about 15 km away from the Southern tip of Africa, where he was in charge of the mission’s trade in the village. Now, with the help of his wife, he was working hard to turn the previously loss-making store profitable, he established proper bookkeeping – and he was learning a new language: Afrikaans. In the beginning, the completely different climate with its unfamiliar warmth did not bother him too much, because there „is always some fresh air blowing from the sea“ in Elim. His young wife was pregnant and their first child was due at the end of the year.

Johann August Miertsching und seine junge Frau
Johann August Miertsching with his young wife

On his 45th birthday, in 1862, Miertsching was living in Genadendal, a village in the Cape region, which is somewhat closer to Cape Town than Elim, but further inland. Here, too, he had the job to put the shop operation in better order then the previous storekeeper. Meanwhile, he had a four-and-a-half-years-old daughter; and although two little sons had passed away shortly after their birth in Elim, the couple was now enjoying a new baby, an eight-months-old girl. At this point, they did not know yet that this poor little girl would not survive to see her third birthday!

Kirche und Schule in Genadendal
Church and school in Genadendal, South Africa

The living conditions in Genadendal were not easy. Miertsching often had to travel to Cape Town which was more than 100 km away. The arduous and strenuous transportation was carried out with oxen carts. The country was suffering from drought and crop failure and both animals and people were suffering from diseases, including contagious epidemics.
Did Miertsching spend his 50th birthday in 1867 in good spirits? Probably not. The day before, his son would have turned two – had he survived. But only two months earlier, the little boy had died of diphtheria. Only their eldest daughter, Marie, was still alive. However, according to the rules of the Moravian Brethren, she had been separated from her parents the year before and had been sent to a boarding school in Germany.

Miertschings Grab auf dem Gottesacker in Kleinwelka
Miertsching’s headstone at the Moravian cemetery in Kleinwelka

Miertsching did not live to see his 60th birthday in 1877. More than two years earlier, in the early spring of 1875, he found his resting place in the Brethren’s cemetery in Kleinwelka. His wife had already passed away in 1869, shortly after their return from South Africa. His remaining life as a widower, as a father of an adolescent girl and a toddler, had certainly not been very joyful.

Archiv der Bruederunitaet in Herrnhut
Moravian Archives in Herrnhut

Miertsching’s life is only partially documented, at its best during his Arctic journey – by himself and by other contemporaries. His efforts under these extreme conditions were highly appreciated by his captain, by the ship’s crew, by the officers involved in their rescue, and, finally, even by the Queen of Great Britain, who awarded him with the „Arctic Medal“.

Graeber auf Beechey Island
On the way back from the Arctic, Miertsching spent several weeks on Beechey Island. One of his crew members found his resting place close to three graves from Franklin’s lost expedition

Other periods of his life, however, are unfortunately only known in fragments. During our archival searches in Germany, England, Hawaii, and Canada, we have repeatedly unearthed new documents which were little or never known before – like two unknown letter we found just a few weeks ago. They shine a new light on the personality of Miertsching, even if some questions still remain unanswered. In the book we are currently working on, we will present the results of our findings and try to give a more complete picture of Johann August Miertsching.

On the traces of Miertsching, we visited the Mission House Museum in Hawaii
On the traces of Miertsching, we visited the Mission Houses Museum in Hawaii

posted by Mechtild Opel

Ein Toast zu Ehren von Johann August Miertsching

(English version here)
Zum 200. Geburtstag des einzigen Mannes aus Deutschland, der am Auffinden der Nordwestpassage beteiligt war

Am 21. August 1817 wurde im sorbischen Dorf Hrodźišćo (Gröditz) bei Weißenberg in der Oberlausitz Johann August ( sorbisch: Jan Awgust) – der Sohn des Zimmermanns Johann Miertsching (Měrćink), geboren. Da war es erst vier Jahre her, dass die Äcker rund um das Dorf durch Kanonenkugeln aufgewühlt und von Blut getränkt worden waren, als Napoleon mit den verbündeten Sachsen in der Schlacht bei Bautzen hier gegen die preußischen und russischen Truppen kämpfte.

Ansicht von Groeditz bei Weißenberg, Oberlausitz
Gröditz bei Weißenberg, Oberlausitz

Von dem auf einem Hügel gelegenen Dorf hatte man auch damals einen freien Blick ins umgebende Land, aus dem die Glockentürme der benachbarten Kirchspiele aufragten. Am Horizont waren die Türme von Budissin (heute Bautzen) erkennbar, der Hauptstadt der unter sächsischer Herrschaft stehenden Oberlausitz. Hat diese Sicht in die Weite das spätere Leben des Knaben beeinflusst?
Seinen 10. Geburtstag beging Jan Awgust als Schüler der Gröditzer Dorfschule, wo der Unterricht bis dahin ausschließlich in Sorbisch stattgefunden hatte; nun brachte ein neuer Lehrer den Schülern auch das Lesen der deutschen Sprache bei.

1831 bis 1844 lebte Miertsching im Bruederhaus in Kleinwelka
1831 bis 1844 lebte Miertsching im Bruederhaus in Kleinwelka

Als Miertsching seinen 20. Geburtstag feierte, war er Schustergeselle in dem nahe Budissin gelegenen Dorf Kleinwelka, einem Stützpunkt der Herrnhuter Brüdergemeine. Als er 25 wurde, hatte er seine Meisterprüfung abgelegt und war inzwischen in die Brüdergemeine aufgenommen worden.

Okak – historische Zeichnung
Okak im Norden Labradors, historische Zeichnung

Seinen 30. Geburtstag feierte Miertsching bereits weit weg von zuhause, auf einem anderen Kontinent. Mittlerweile arbeitete er bereits im dritten Jahr seines Dienstes in der Herrnhuter Mission bei den Inuit in Okak, einer Siedlung in der subarktischen Region im Norden Labradors nördlich des 57. Breitengrades. Hier erlernte er die Sprache der Inuit und war neben praktischen Alltagsarbeiten und anderen Pflichten vor allem als Lehrer tätig. Am 24.8.1847, drei Tage nach seinem Geburtstag, berichtet er in einem Brief nach Herrnhut: „Ich hatte für die ledigen Brüder und Knaben, weil sie mich täglich besuchen, einen Unterricht in der Weltkunde angefangen, und es schien ihnen Vergnügen zu machen, und für mich war es eine gute Übung in der Sprache …“.

Flaxman Island
Nahe Flaxman Island konnte Miertsching als Dolmetscher für seinen Kapitän sich mit den dortigen Inuit verständigen

Seinen 35. Geburtstag, 1852, muss Miertsching in sehr kritischer Lage begehen. Anfang 1850 war er als Inuit-Dolmetscher für eine britische Expeditionen zur Suche nach Franklins verschollener Expedition ausgewählt worden und musste an Bord des Schiffes HMS Investigator in kürzester Zeit die englische Sprache erlernen. Nun hatte er bereits zwei Winter in der Arktis hinter sich, und zwar im Hohen Norden.

Die Investigator im Eis
Das Schiff „Investigator“ im arktischen Packeis

Das Schiff liegt in der westlichen Arktis nördlich des 74. Breitengrades in einer Bucht des Polarmeeres im Norden von Banks Island Banks Island fest, gefangen im Eis. Viele Männer leiden an Skorbut. Alle hatten sehnlichst auf das Aufbrechen des Eises gewartet, doch dieser Sommer ist kühler als normal, das Schiff bleibt fest eingefroren, und die Lebensmittel werden knapp. In seinem Tagebuch erwähnt Miertsching die „niedergeschlagene Mannschaft“, er selbst sucht Trost in seinem Glauben und vermerkt über seinen Geburtstag nur knapp: „Ich verbrachte den heutigen Tag auf dem Lande, und wanderte einsam herum. Der Herr schenckte mir auch heute große Gnade …“.

Nelson Head, Banks Island
Lord Nelson Head auf Banks Island – Zeichnung von Samuel Gurney Cresswell

Als Miertsching 40 wird, befindet er sich in einem völlig anderem Erdteil. Er hatte kurz zuvor geheiratet und war im Dienst der Herrnhuter Mission mit seiner Frau nach Südafrika gereist. In Elim, etwa 15 km entfernt von der Südspitze Afrikas, hat er den Handel der Mission übernehmen müssen. Nun bringt er unter der Mitwirkung seiner Frau das zuvor verlustreiche Ladengeschäft der Mission und die vernachlässigte Buchhaltung in Ordnung und erlernt eine neue Sprache (Afrikaans). Das völlig andere Klima mit der ungewohnten Wärme macht ihm zunächst noch nicht allzu sehr zu schaffen, da in Elim „immer etwas Seeluft weht“. Seine junge Frau ist schwanger, am Jahresende wird ihr erstes Kind erwartet.

Johann August Miertsching und seine junge Frau
Johann August Miertsching und seine junge Frau Clementine Auguste

Seinen 45. Geburtstag 1862 verbringt Miertsching in Genadendal, ebenfalls in der Kapregion, näher an Kapstadt, aber weiter im Inland gelegen. Er soll nun auch hier den Handel und den Ladenbetrieb in Ordnung bringen. Inzwischen hat er eine viereinhalbjährige Tochter, und nachdem in Elim zwei Söhnchen kurz nach der Geburt verstorben waren, erfreut sich das Paar jetzt an einem neuen Baby, einem nunmehr acht Monate altem Mädchen – das allerdings nur zwei Jahre alt werden sollte.

Kirche und Schule in Genadendal
Kirche und Schule in Genadendal, Südafrika

Die Lebensbedingungen in Genadendal sind nicht einfach. Miertsching muss für seinen Tätigkeit oft nach dem über 100 km entfernten Kapstadt reisen. Der mühselige und aufwändige Transport erfolgt mit Ochsenkarren. Das Land leidet in dieser Zeit immer wieder unter Dürre und schlechten Ernten, die Tiere und die Menschen unter Krankheiten, darunter ansteckende Epidemien.
Ob Miertsching seinen 50. Geburtstag 1867 in guter Stimmung verbrachte? Wohl kaum. Am Vortag wäre sein kleines Söhnchen zwei Jahre alt geworden – wenn es denn überlebt hätte; es war jedoch zwei Monate zuvor an Diphterie gestorben. Von bisher fünf Kindern war nur noch die älteste Tochter Marie am Leben, doch die war im Jahr zuvor, gemäß den Regeln der Herrnhuter, von den Eltern getrennt und nach Deutschland zur Schule geschickt worden.

Miertschings Grab auf dem Gottesacker in Kleinwelka
Miertschings Grab auf dem Gottesacker in Kleinwelka

Seinen 60. Geburtstag erlebte Miertschings nicht mehr – er ruhte schon seit über zwei Jahren, seit 1875, auf dem Gottesacker der Brüdergemeine in Kleinwelka. Seine Frau war bereits 1869, kurz nach ihrer Rückkehr nach Afrika, verstorben. Sein Lebensabend als Witwer, damals Vater einer Halbwüchsigen und eines Kleinkinds, war sicherlich alles andere als freudvoll gewesen.

Archiv der Bruederunitaet in Herrnhut
Archiv der Evangelischen Brüder-Unität in Herrnhut

Miertschings Leben ist nur teilweise dokumentiert, am besten während seiner Arktisreise von ihm selbst und anderen Zeitgenossen. Sein Wirken unter diesen extremen Bedingungen fand höchste Anerkennung von seiten seines Kapitäns, der Schiffsmannschaft und der an der Rettung beteiligten Offiziere sowie schließlich sogar von der englischen Königin, die ihm die „Arktische Medaille“ verlieh.

Graeber auf Beechey Island
Miertsching verbrachte mehrere Wochen auf Beechey Island, wo sich Gräber der verschollenen Franklin-Expedition befinden

Andere Etappen seines Lebens sind leider nur in Bruchstücken bekannt. Bei unseren Archiv-Recherchen in Deutschland, England, Hawaii und Kanada sind wir immer wieder auf neue, kaum oder gar nicht bekannte Quellen gestoßen, so erst vor wenigen Wochen auf unbekannte Briefe. Sie lassen seine Persönlichkeit in neuem Licht erscheinen, auch wenn noch manche Fragen offen sind. In dem Buch, an dem wir derzeit arbeiten, werden wir unsere Erkenntnisse über Johann August Miertsching vorstellen.

Auf en Spuren Miertschings besuchten wir das Mission Houses Museum in Hawaii
Auf den Spuren Miertschings besuchten wir das Mission House Museum in Hawaii

posted by Mechtild Opel

Kanada – 150 plus! Weit mehr als 150 Jahre Geschichte

In diesem Jahr feiert Kanada den 150. Jahrestag der Konföderation, des Staatsgebildes Kanada. Nicht alle Kanadier sehen den Festlichkeiten mit ungetrübter Freude entgegen – denn für die indigenen Völker Kanadas, die First Nations, Inuit, und die Métis, steht der Jahrestag der Staatsgründung auch für die vor etwa 150 Jahren nochmals verstärkt einsetzende Kolonisation.

Denkmal für Anne und Joe Henry Dempster Highway
Heritage Site der Tr‘ondëk Hwëch‘in First Nation – Denkmal für Joe und
Annie Henry am Dempster Highway, Yukon


Haida Heritage Centre in Skidegate
Haida Heritage Centre, Ḵay Llnagaay, Skidegate, Haida Gwaii, British Columbia

Die Geschichte der Ureinwohner im heutigen Kanada begann vor mindestens 12.000 Jahren – oder waren es gar 24.000? – als Völker aus Asien den amerikanischen Kontinent erreichten.

Beothuk_Centre_NL
Im Beothuk Interpretation Centre, Boyd’s Cove, Newfoundland

Hier lebten, bevor seit dem 17. Jahrhundert Franzosen und Briten das heute kanadische Territorium besiedelten, wahrscheinlich ca. 350.000 Menschen, die 50 verschiedene Sprachen verwendeten.

Mackenzie Hotel Inuvik mit Inukshuk
Ein Inukshuk (traditionelles Steinmal der Inuit) in Inuvik, Northwest Territories

Whetung Ojibwa Centre in Ontario
Das Whetung Ojibwa Centre, Curve Lake First Nation, Ontario

Die Erschließung des Landes durch die europäischen Siedler hatte gravierende Folgen für die Ureinwohner. Wegen Überjagung nahmen die Wildbestände ab, die Ureinwohner wurden abhängig von Handelsgütern – außer Lebensmitteln, Werkzeug, Waffen und Munition leider auch Alkohol, mit verheerenden Folgen. Sie lernten Schulden, Hunger und Elend kennen. Epidemien wie Tuberkulose, Masern und Pocken rafften einen großen Teil der indigenen Bevölkerung dahin; ganze Dörfer mussten aufgegeben werden.

Continuing Care Centre Kainai
Continuing Care Centre, Blood Tribe, Kainai First Nation, Stand Off, Alberta – Foto: © Geneviève Susemihl

Christliche Missionierung verstärkte den kulturellen Wandel, der durch die veränderte Lebensweise eingesetzt hatte.

Millbrook Cultural & Heritage Centre, Nova Scotia
Glooscap-Monument vor dem Millbrook Cultural & Heritage Centre bei Truro, Nova Scotia

The Forks Meeting Place, Winnipeg
Seit 6000 Jahren ein Treffpunkt: The Forks im Zentrum von Winnipeg

Um die Ressourcen des Landes für Ackerbau, Viehzucht und Industrie zu übernehmen und mittels Eisenbahnen zu erschließen, handelte die föderale Regierung Kanadas im 19. Jahrhundert Verträge mit den First Nations zu Landabtretung und zu ihrer Ansiedlung in Reservaten aus, wo sie „zivilisiert“ und assimiliert werden sollten. Als Gegenleistung wurden jährliche Geldzahlungen und die Sorge für Schulen, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung zugesagt – ein nur unzureichend erfülltes Versprechen, was bis heute große Probleme nach sich zieht. In manchen Reservaten erinnern die Lebensbedingungen – von der Trinkwasserversorgung über die Wohnungssituation bis hin zum Zustand der Schulen – an die dritte Welt und entsprechen keineswegs den Standards im übrigen Kanada.

Camp Ashini Quebec
Camp Ashini – ein traditionelles Innu-Camp an der Côte-Nord, St. Lorenz-Strom, Quebec

Seit dem Indian Act von 1876 betrieb man über 100 Jahre lang eine Politik der kulturellen Assimilierung, die auf das Verschwinden der indigenen Sprachen, Lebensweise, religiösen Auffassungen und damit der gesamten Kultur zielte. Fast ebenso lange wurden Kinder der Ureinwohner zwangsweise von ihren Familien entfernt und in zumeist kirchlich geleitete residential schools (Internatsschulen) verbracht, wo sie häufig auch psychischen, physischen Misshandlungen und manchmal sexuellem Missbrauch ausgesetzt waren. Das führte zu Entwurzelung, Traumatisierung und gebrochenen Lebensläufen mehrerer Generationen. Die Nachwirkungen – Armut, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Gewalt – belasten die Entwicklungsmöglichkeiten, vor allem die der Kinder, bis heute.

Pabineau Falls, New Brunswick
Stromschnellen (Pabineau Falls) im Oasapegel Heritage Park – Pabineau First Nation, New Brunswick

Seit den 1980er Jahren entstanden bei den First Nations und den Inuit politische Bewegungen zur Rückbesinnung auf kulturelle Werte, zum Retten und Wiedererlernen der eigenen Sprache und Traditionen und zur Selbstbestimmung. In jüngster Zeit benutzen vor allem junge, gut ausgebildete Angehörige der First Nations und Inuit das Schlagwort „Dekolonisation“, um grundlegende Rechte und Chancen für ihre Völker einzufordern.

Lennox Island Cultural Centre, PEI
Im Cultural Centre – Lennox Island First Nation, Prince Edward Island

Als Tourist hat man in allen Provinzen und Territorien Gelegenheit, sich auch über das „Kanada 150plus“ zu informieren – das Kanada der First Nations, Inuit und Métis.

Inukshuk bei Cape Dorset, Nunavut
Inukshuk – Wegzeichen nahe der Inuit-Siedlung Cape Dorset, Nunavut

Wanuskewin Heritage Park
6000 Jahre alt sind die archäologischen Funde im Wanuskewin Heritage Park bei Saskatoon, Saskatchewan – Foto: Wikipedia, Canadian2006

Siehe auch meine Artikel „150 oder 12.000 Jahre? Aus der Geschichte Kanadas“ sowie „Ahornblatt und Medicare. Bemerkungen zu Politik und Gesellschaft“, die im Heft 2/2017 des Magazins 360° Kanada erschienen sind – und natürlich unser „Kanada-Lesebuch“ (MANA-Verlag).

posted by Mechtild Opel

Angry Inuk – Alethea Arnaquq-Barils neuer Dokumentarfilm

Als ich diesen bewegenden Film letztes Jahr im September beim Atlantik Film Festival in Halifax sah, dachte ich: der muss unbedingt in Europa gezeigt werden!

Filmplakat Angry Inuk
Das Plakat für den Film „Angry Inuk“

Die BERLINALE mit dem NATIVe Programm, das in diesem Jahr auf die arktischen Regionen fokussierte, hat diesen Wunsch verwirklicht.

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NATIVe im Cinestar IMAX, Berlinale 2017

Die Jagd auf Robben ist ein kontroverses Thema, das seit Jahrzehnten in öffentlichen Bewusstsein präsent ist. Bilder von den niedlichen weißen Kegelrobben-Babys, die ganz traurig gucken, und darüber, wie die arglosen Tierchen auf den Eisschollen des St.- Lorenz-Golfs erschlagen wurden, haben viele Europäer schon ziemlich oft gesehen, und diese Bilder tauchen immer wieder auf. Dafür sorgen die bekannten Tierschutzorganisationen, in deren Kampagnen und Spendenaufrufen gerade die Robbenjagd eine große Rolle spielt (obgleich die Jagd auf diese niedlichen Robben-Babys schon seit Jahrzehnten verboten ist und Robben im Nordatlantik nicht zu den bedrohten Tierarten gehören!).

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Eine Sattelrobbe ruht auf dem Eis

Bilder von deutschen Schlachthöfen, davon, wie man dort mit den Schweinen, Kälbchen und Rindern umgeht, sind hingegen so gut wie gar nicht präsent im öffentlichen Bewusstsein. Dabei wird dort – pro Tag! – ein Vielfaches der Tiere, die in der Arktis im ganzen Jahr erlegt werden, getötet – abgeschlachtet! Und das passiert bei uns quasi vor der Haustür, nicht in einer fernen Region. Und – aber? – auch viel näher am eigenen Magen.


Alethea Arnaquq-Baril
Alethea Arnaquq-Baril bei der Diskussion über ihren Film

In dem berührenden Film der mutigen kanadischen Alethea Arnaquq-Baril, einer jungen Inuit-Mutter, sieht man unter anderem ihr engagiertes Bemühen – das leider vergeblich bleibt – mit Vertretern verschiedener Tierschutzorganisationen in Kontakt und in Dialog zu kommen. Deren Aktivitäten haben nämlich bewirkt, dass durch ein EU-Einfuhrverbot der Markt für Robbenfelle und damit eine wichtige Erwerbsquelle für die Inuit zusammengebrochen ist. Übrigens eine nachhaltige – denn der Robbenbestand in der Arktis ist nicht gefährdet.

Fell einer Ringelrobbe
Das Fell einer Ringelrobbe wird zum Trocknen aufgepannt

Im Hohen Norden lebt man völlig anders als bei uns, wie der Film schon in der ersten Szene zeigt. Die Jagd ist dort Bestandteil des alltäglichen Lebens der Inuit. In bewundernswerter Weise verstehen sie seit Jahrhunderten, die wenigen vorhandenen Ressourcen in einer äußerst kargen Umwelt zu nutzen, in der von September bis Mai Winter ist, in der kein Getreide, kein Gemüse wachsen kann. Robbenfleisch ist das Grundnahrungsmittel für diejenigen Inuit, die an der Küste leben – d.h. für fast alle.

Lebensmittelkosten in der Arktis
Preise für Lebensmittel im Supermarkt in der kanadischen Arktis – Beispiele 2,5 kg Mehl 15$, 1,4 kg Reis 24$, ein Kopf Blumenkohl 12$, 6 Äpfel für 10$, 1,3 kg Fleisch für 73$

Heute leben Inuit in Siedlungen, müssen Miete, Steuern und ihre Rechnungen bezahlen, benötigen also Einkommen. Noch immer ist die Mehrheit der Inuit in der kanadischen Arktis auf die Jagd angewiesen. Wer einmal dort im örtlichen Supermarkt die Produkte und die Preise gesehen hat, weiß, dass Jagd nicht nur Bestandteil der Kultur, nicht nur normale Erwerbsarbeit ist, sondern für die Mehrheit der Arktisbewohner einfach auch überlebensnotwendig. Um den Hunger zu stillen! Wild findet man nur in größerer Entfernung von den Siedlungen, das Benzin für das Schneemobil, das Boot muss bezahlt werden. Der Verkauf der Robbenfelle und -Produkte trägt in unverzichtbarer Weise zum Lebensunterhalt bei.

Fellstiefel
Aus Robbenfell gefertigte warme Stiefel

Gäbe es Alternativen, um den Lebensunterhalt zu verdienen? Im Hohen Norden Kanadas liegen Rohstoffe, wie Uran und Erdöl. Ihre massive Förderung bedeutet die Zerstörung des fragilen Ökosystems Arktis. Der Film macht deutlich, dass die Inuit-Aktivisten ihre Umwelt für sich, ihre Kinder und ihre Enkel bewahren, die arktische Tierwelt und die grandiose Landschaft schützen wollen. Sie fühlen, dass sie mit Greenpeace und den Tierschutzorganisationen auf einer Seite sitzen sollten anstatt Zielscheibe ihrer Kampagnen zu sein – oder von ihnen ignoriert zu werden. Die eigentlichen Gegner? Diejenigen, die die Inuit zur Zustimmung bewegen wollen, für kurzzeitigen „Wohlstand“ die Rohstoff-Ressourcen auszubeuten, ihre nachhaltige Lebensweise aufzugeben und irreversible Eingriffe in die Natur zu gestatten.

Aaju Peter
Mit im Film: Aaju Peter, Designerin für Fellkleidung und Aktivistin für Inuit-Rechte

Die Inuit, ihrer kulturellen Tradition gemäß, zeigen sich normalerweise nicht „angry“ – im Sinne von lautem, lärmenden Protest. Sie bevorzugen es, höflich, bescheiden und mit nachvollziehbarer Argumentation auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Ob so ihre Stimme gehört wird? Dass Angry Inuk kürzlich beim Santa Barbara Film Festival mit dem „Social Justice Award“ geehrt wurde, gibt Hoffnung; man wünscht sich, dass der Film nicht nur vor Tierschutzorganisationen, sondern auch vor dem Europäischen Parlament gezeigt wird – und dass das dort beschlossene Einfuhrverbot für Robbenprodukte aufgehoben wird.

posted by Mechtild Opel




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