Archiv der Kategorie 'Canada - Kanada'

Jack London – Abenteurer, Seemann, Schriftsteller

Zum 100. Todestag des Autors
Dawson City an einem sonnigen Tag im September. Nach einigem Umherirren haben wir es endlich gefunden: das Jack London Museum. Ich schließe gerade den Truck-Camper ab, als „Das gibt es doch nicht, was macht Ihr denn hier?“ ertönt. Im Museumsgarten steht ein ehemaliger Kollege mit Familie, den ich seit Jahren nicht gesehen hatte. Welch ein Zufall! Sie waren auf dem Chilkoot Trail den Spuren der Goldsucher gefolgt. Und jetzt führt uns Jack London hier in Dawson City zusammen.

Jack-London-cabin_Dawson_City
Jack Londons Hütte im Yukon

Es fällt nicht schwer, die Geschichten Jack Londons zu mögen. Sie enthalten alles, was gute Bücher ausmachen: Abenteuer, Spannung, sie sind leicht lesbar ohne trivial zu sein – und das auch noch mit einem Abstand von mehr als 100 Jahren. Dass wir heute manche Dinge anders beurteilen als Jack London zu seiner Zeit, ist durch den Lauf der tragischen Geschichte des 20. Jahrhunderts erklärbar.

Portrait Jack London
Porträt Jack London– Foto: Library of Congress

Sein 100. Todestag am 22.11.2016 war Anlass, wieder einmal einige seiner Bücher in die Hand zu nehmen und zu lesen.

Reclam_Ausgabe_Jack_London
Ein Reclam-Bändchen für 50 Pfennige

Wenn ich mich richtig erinnere, war mein erster Jack London ein dünnes Reclam-Heft, das vor 50 Jahren nur 50 Pfennige kostete – „Der Mexikaner Felipe Rivera – Wer schlug zuerst?“ Fasziniert war ich auch von der Geschichte des Einschlag-Glendons, eines jungen Boxers aus „Der Ruhm des Kämpfers“, der seine Gegner mit einem gewaltigen Schlag matt setzte. Für einen Grundschüler, der selber einige Monate zum Boxtraining gegangen war, eine schwer vorstellbare und irgendwie irritierende Geschichte.

Exlibris Jack London
“Ex Libris Jack London“

Glücklicherweise besaß mein Vater einige Bände der Werkausgabe der Büchergilde Gutenberg in der Übersetzung von Erwin Magnus, die von 1928–1934 erschienen waren.

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Jack Londons Werke – Ausgabe der Büchergilde Gutenberg

Die hellblauen Leinenbände mit den vergoldeten Rücken und ihrem dem Inhalt angepassten Buchschmuck waren durch häufigen Gebrauch schon etwas verschlissen.

Ein Hobo - Transport auf dem Schienenstrang
Ein Hobo – Foto: Library of Congress

„Die Abenteuer des Schienenstranges“ – über Jack Londons Erlebnisse als vagabundierender Hobo – habe ich mit einigem Abstand immer wieder einmal gelesen, wie auch sein Pendant von dem anderen Jack, Kerouacs „On the road“. Das Buch hatte ich Mitte der 1970er in einer Taschenausgabe in Budapest erstanden. Noch heute gönne ich mir gelegentlich einen Hellen Wiener á la Jack London – erfunden während dessen anarchistischen Streifzügen mit der Armee General Kellys durch Amerika:
„Und wir lebten großartig. Wir begnügten uns nicht einmal damit, uns unsern Kaffee mit Wasser zu kochen, sondern bereiteten ihn mit Milch, und das wunderbare Getränk nannten wir hellen Wiener.“

Das Tal des Klondike River
Das Tal des Klondike River

Es sollte aber einige Jahrzehnte dauern, bis ich den Ort erreichte, wo Jack London zum Schriftsteller wurde – am Klondike River im kanadischen Yukon, zu Zeiten des Goldrausches. Seine vielleicht bekanntesten Werke sind „Ruf der Wildnis“, „Wolfsblut“ und mein persönlicher Favorit „Die Liebe zum Leben“.

London_Die Liebe zum Leben
Jack London, „Die Liebe zum Leben“ in einem Insel-Bändchen

In Dawson City, einem Ort, der zu Jack Londons Zeiten gerade erst entstand, erinnert ein kleines Museum an den später weltberühmt gewordenen Autor.

In Jack Londons Cabin
In Jack Londons Cabin

Das interessanteste Objekt ist die halb-original, halb-rekonstruierte Hütte, in der Jack London während seiner Zeit im Yukon gelebt hatte. In der Wildnis wiederentdeckt hatte sie der Journalist Dick North, der sie abbaute und mit Hilfe des berühmten Gwich‘in Joe Henry, dem eigentlichen Wegbahner des Dempster Highways (der aus diesem Grunde besser seinen Namen, „Joe-Henry Highway“, führen sollte), nach Dawson brachte. Nachlesen kann man die spannende Geschichte in North’s Buch „Jack London’s Cabin“.

Jack London am Steuerrad
Jack London am Steuerrad

Ich liebe nicht nur seine Geschichten aus dem Norden, sondern auch die rund um die Seefahrt, wie „Der Seewolf“ quer durch den Pazifik, oder „The Cruise of the Snark“ nach Hawaii und weiter.

Die Londons in Hawaii
Die Londons in Waikiki, Hawaii

Jack London genoss das Leben mit vollen Zügen, er liebte und bereiste die Südsee, jedoch immer unter dem Druck, seinen – trotz der Erfolge als Autor noch zu kostspieligen – Lebensstil durch intensives Schreiben zu finanzieren.

Waikiki Beach, Hawaii
Waikiki Beach heute

Mit gerade einmal 40 Jahren ging sein Leben früh zu Ende. Die genaue Ursache des Todes konnte nie geklärt werden. Es ist erstaunlich, was für ein Werk er in den wenigen Jahren schaffen konnte! Der größte Teil davon entfaltet sein Wirkung bis heute, auch noch 100 Jahre nach seinem Ableben.

Jack-London-Fotos im Museum, Dawson City
Links: das einzige bekannte Foto, das Jack Londons im Yukon zeigt

posted by Wolfgang Opel

HMS Terror: Wrack identifiziert

Unterwasserarchäologen bestätigen Identität des Wracks

Nach dem Fund eines Schiffswracks in der Terror Bay vor King William Island durch die Besatzung der „Martin Bergmann“ (Arctic Research Foundation) haben Archäologen von Parks Canada die Fundstelle aufgesucht.

HMS Terror -Gemaelde Chambers 1837
HMS Terror – Gemälde von George Chambers, 1837

Wie der Unterwasser-Archäologe Ryan Harris in der heutigen Pressekonferenz erklärte, haben schwierige Wetterverhältnisse den Beginn der archäologischen Untersuchungen am Wrack verzögert. Erst am 17.9. konnten lediglich drei Tauchgänge stattfinden, wobei die Sichtverhältnisse unter Wasser wegen der wetterbedingten Aufwirbelungen sehr schlecht waren. Das Deck des Wracks ist nicht nur mit einer Menge von Ablagerungen, sondern auch mit reichhaltigem Bewuchs von Meerespflanzen bedeckt, wie man sie in solch nördlichen Breitengraden kaum erwartet.


Immer noch an Ort und Stelle: ein Belegnagel
Immer noch an Ort und Stelle: ein Belegnagel – Foto: © Parks Canada

Dennoch konnten die Taucher typische Merkmale und Aufbauten britischer Forschungsschiffe des 19. Jahrhundert erkennen, die auch für HMS Erebus und Terror zutreffen. Der Rest der Untersuchungen stützt sich auf Scans mittels eines Seiten-Sonar und eines Fächer-Echolots. Schließlich verglich man die Scans mit dem historischen Archivmaterial, einschließlich der Schiffspläne. Das Ergebnis: Details wie die Anordnung des Bugspriets, der Ort und die Beschaffenheit des Steuers und die Größe der Speigatte belegen, dass es sich tatsächlich um HMS Terror handelt.


Oberlicht der Kapitaenskajuete und Steuerrad
Oberlicht der Kapitänskajüte, Steuerrad von HMS Terror – Foto: © Parks Canada

Nun geht es um den Schutz der Fundstätte von HMS Terror, die Kanadas Regierung mit der Regierung von Nunavut und den zuständigen Organisationen der Inuit erörtern wird – und um die weitere archäologische Erforschung, deren Fortsetzung wohl wieder auf ein winziges Zeitfenster im kurzen arktischen Sommer des kommenden Jahres warten muss.

Intaktes Fenster, aber schlechte Sicht-Blick in Croziers Kabine
Schlechte Lichtverhältnisse erschweren den Blick durch die intakte Fensterscheibe in Kapitän Croziers Kabine – Foto: © Parks Canada

posted by Mechtild Opel

Unglaublich – auch HMS Terror gefunden!

Updated:: Wrack wurde durch Unterwasserarchäologen von Parks Canada positiv identifiziert

Erfolg bei der diesjährigen Forschungsexpedition

Auch das zweite Wrack der Franklin-Expedition liegt weitgehend intakt auf dem Meeresgrund.
Das 1848 verlassene und aufgegebene Schiff wurde außerhalb der bisher bevorzugten Suchregionen von der Mannschaft der „Martin Bergmann“, dem Schiff der kanadischen Arctic Research Foundation, gefunden, nachdem sie einem Hinweis eines Inuk aus Gjoa Haven gefolgt war.

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HMS Terror im Eis – von George Back

Von der in den unzugänglichen Regionen der kanadischen Arktis verschollenen und gescheiterten Franklin-Expedtion sind bisher nur wenige aufschlussreiche Relikte gefunden worden. Zunächst waren drei Gräber auf Beechey Island die einzigen Spuren der Expedition.

Grab John Torrington
Grabstein des 20jährigen Matrosen John Torrington, HMS Terror, auf Beechey Island

Aus weiteren Funden auf King Williams Island konnte man schließen, dass die Schiffe Erebus und Terror nordwestlich dieser Insel im Eis eingeschlossen wurden. Vermutlich dort starb auch Franklin. In der Hoffnung auf Rettung kämpften sich Teile der Mannschaft zu Fuß in Richtung Süden. Aber keiner der 129 Seeleute überlebte.
Mehr als 150 Jahre lang haben zahlreiche Forscher und Historiker versucht, aus den wenigen verfügbaren Informationen den Verlauf der Franklin-Expedition und die Gründe des Scheitern zu rekonstruieren, doch das meiste davon liegt noch immer im Bereich der Spekulation. 2014 wurde HMS Erebus viel weiter im Süden vor der Adelaide-Halbinsel gefunden. War das Schiff wieder bemannt und dorthin gesegelt worden?

Bildnis Kapitain Crozier
Kapitän Francis Rawdon Moira Crozier, Befehlhaber von HMS Terror

Die HMS Terror, die unter dem Kommando von Kapitän Francis Rawdon Moira Crozier gestanden hatte, wurde nun am 3. September – ganz passend zum Namen des Schiffes – in der Terror Bay gefunden, knapp 100 km südlich der Position, in der sie einst im Eis eingeschlossen war. Weitgehend intakt, mit allen drei Masten noch stehend, ruht sie in 24 Meter Tiefe. War auch dieses Schiff wieder bemannt worden?

Karte King Williams Island, Auschnitt mit der Terror-Bay
Karte von King Williams Island, Auschnitt mit der Terror-Bay

An der diesjährigen „Mission Erebus and Terror 2016“ in verschiedenen Gebieten des kanadischen arktischen Archipels, die aufgrund der Eisbedingungen immer nur am Ende des Sommers stattfinden kann, sind neben der privaten gemeinnützigen Arctic Research Foundation mit dem Schiff Martin Bergmann und der Regierungsbehörde Parks Canada mit dem Forschungsboot Investigator auch der Eisbrecher Sir Wilfrid Laurier der Canadian Coast Guard und HMCS Shawinigan der Royal Canadian Navy beteiligt. Wäre doch eigentlich nett, wenn den Findern die vor 170 Jahren ausgelobte Summe von 10.000 Britischen Pfund zustehen würde!

Ausgelobte Belohnung fuer die Auffindung Franklins oder seiner Schiffe
Ausgelobte Belohnung für die Auffindung Franklins oder seiner Schiffe

posted by Mechtild Opel

Vom Wasser des Atlantik umspült – Aus dem Buchregal

Kanada – der maritime Osten in dritter Auflage

10 Nationalparks liegen in Kanadas Atlantikprovinzen; und es sind 12, wenn man Québec maritime einbezieht. Genau das bietet die dritte, stark überarbeitete und um 36 Seiten erweiterte Auflage meines kürzlich im Reise Know-how Verlag Grundmann erschienenen Buches Kanada – der maritime Osten (zuvor bekannt unter dem Titel „Kanada Maritimes“).
In der an Reisezielen so reichen maritimen Region des Ostens liegen auch acht (zählt man Quebec City am St. Lorenz zur maritimen Region, sind es sogar neun, und damit die Hälfte) der 18 kanadischen UNESCO-Welterbestätten.

Sandy Bay Beach
Am Sandy Beach im Thomas Raddall Provincial Park, Nova Scotia

Was die vom Atlantik umspülten Küstenregionen Kanadas außer den bekannten Nationalparks, Provinzparks und den UNESCO-Stätten zu bieten haben? Vieles mehr, und nicht alles davon ist allgemein bekannt.
Unsere Routen führen auch abseits ausgetretener Wege zu reizvoll eingeschnittenen Buchten, langen Sandstränden, spektakulären Felsformationen.

Cape Split
Felsformation am Cape Split, Nova Scotia

Sie führen zu vielgestaltigen Leuchttürmen, in romantisch anmutende Fischerdörfer, durch charaktervolle Städte.

Leuchtturm La Martre_Gaspe
Leuchtturm La Martre, Gasé-Halbinsel, Québec

Wo wird Geschichte liebevoll „zum Anfassen“ (living history) dargeboten? Welches Fest sollte man nicht verpassen?

Scarecrow Festival
Dekoration beim Scarecrow-Festival, Mahone Bay

Auf welche Insel sollte man unbedingt übersetzen? Wo kann man man am besten Wale beobachten?

Brier Island
Walbeobachtung bei Brier Island, Bay of Fundy

Was ist akadischer Forst, und welche Tiere und Pflanzen sind dort zuhause?

Stachelschwein_Porcupine
Stachelschwein – Porcupine

Wie lebten die Mi‘kmaq früher, und vor welchen Herausforderungen stehen sie heute?

Ashley_Julian_MiKmaq Dancer
Die Mi‘kmaq-Tänzerin Ashley Julian am National Aboriginal Day

Und was bedeutet die blau-weiß-rote Flagge mit dem Stern?

Grande Anse Lighthouse Acadian
In den Farben der Akadier: Leuchtturm bei Grande Anse, New Brunswick

Neu in der dritten Auflage – jetzt auf 458 Seiten:
Die Nordküste des St. Lorenz-Stromes in Richtung Labrador wird bereits ab Tadoussac und damit umfangreicher behandelt; völlig neu hinzugekommen sind eine mögliche Anreise von Montreal via Quebec City sowie die reizvollen Îles de la Madeleine. Zu den klassischen maritimen Provinzen Nova Scotia, New Brunswick und Prince Edward Island, der Gaspé-Halbinsel sowie Newfoundland und Labrador in vorherigen Auflagen hat die Neuauflage damit eine deutliche Bereicherung erfahren.
Reiseziele und -routen wie auch die „allgemeinen“ Reiseinformationen sind gründlich überarbeitet, aktualisiert und mit zahlreichen neuen Fotos versehen.

posted by Mechtild Opel

Roderich R. Schneider, member of the Lady Franklin Bay Expedition

An Arctic Traveler from Saxony

(German Version – Deutsche Version hier!)
Dorfschellenberg, Roderich Schneider’s birthplace, was once an independent village but is suburban today. On old pictures, you can clearly recognize the church; not far away was the cotton mill Trübenach & Schneider. Roderich (Roderick) R. Schneider, a son of the co-owner, was born on June 29, 1853. He emigrated to America in 1870 for unknown reasons. Presumably, there were no job prospects in his father’s company for him, not being the first-born son.

Dorfschellenberg_Geburtsort_Schneiders
Dorfschellenberg, birthplace of Roderich Schneider

Unlike many emigrants from Germany, he did not lose contact with family and home. He even visited them in 1873 and 1878. During the second trip, he almost lost his life when the passenger ship Pommerania was rammed by a sailing ship and sank near England. Young Schneider was lucky and survived. Perhaps his sailing experience on merchant ships had helped him to survive.

Members of the expedition, here without Schneider
Members of the expedition, here without Schneider

In the spring of 1879, he returned to the United States and enlisted in military service. It was probably there that he learned about the planned North Pole expedition led by Lieutenant Adolphus W. Greely. Initially, he was not scheduled to take part in the expedition, but due to the desertion of a participant he was finally admitted into the team.

Das Expeditionsschiff Proteus
Proteus – the Greely Expedition’s ship

Schneider was not the only German – six more of the expedition members were born in Germany. This was not unusual at that time. Other American Arctic expeditions, such as those of Charles Francis Hall or George W. De Long, had German-born participants as well. However, it was not their fault that these three specific expeditions ended more or less in disaster.

Roderich Schneider in Fort Conger
The only known photograph of Schneider, here in Fort Conger

The Lady Franklin Bay Expedition under the command of Greely got it particularly bad. Only six of the 25 participants survived. The announced supply ship did not arrive, thus the men in Fort Conger on Northern Ellesmere Island started to travel southward. After a long and hard odyssey of more than 500 km they ended up on inhospitable Pim Island just before the onset of winter.

die Winterhuette in Camp Clay
In the winter hut, Camp Clay on Pim Island

Tragically, they had to find out that the supplies which were deposited here were actually not available in sufficient quantities to survive the winter. Therefore. the food was rationed immediately. They built a makeshift hut and started hunting wildlife to supplement the extremely scarce provisions. Details of their struggle to survive can be read in Leonard F. Guttridge’s book „Ghosts of Cape Sabine“.

Remnants of the  winter hut
Pim Island, remnants of the winter hut

In January 1884, the first crew member passed away. One by one died from hunger and disease during the following weeks. Initially, the bodies were still buried, but later the starving men were not able to do this anymore. The hungry people stole each others‘ food; soon enough they had not much more than leather clothing to eat. Cannibalism occured. One of the participants, Carl Heinrich Buck (Charles B. Henry) from Hannover/Germany, was put to death by execution, pronounced guilty of food theft. A lot of these incidents are not completely clear – neither the US military, as promoter of the expedition, nor the survivors had any interest in shedding light on the whole truth. Until today, many details are till remain in the dark.

Gedenktafel_Pim_Island
Memorial plaque on Pim Island

Rescue crews arrived on Pim Island just days before the otherwise rather certain death of the last expedition members. They found seven survivors still, but one of them died a few days later. Roderich Schneider did not make it. Unfortunately, he died on 18/06/1884, just four days before the arrival of the rescue vessels. His body, placed close to that of Carl Buck, was found only by chance.

Site of the find of the bodies of Buck and Schneider
Place where the bodies of Buck and Schneider were found

Schneider had to leave his violin behind in Fort Conger. It was later brought back to the United States, but its whereabouts remain unknown. His diary was found only by chance, months later, on the banks of the Mississippi, but it was dissected and incomplete. Why had this journal not been properly placed within in the official expedition documents? This was never clarified. At the time, it was said: „Obviously not only bodies but also diaries were stripped.“

Zeitungsmeldung _Fund der Aufzeichnungen
Newspaper report – New York Times, 3/12/1891

On July 19, 1884 – 132 years ago – the rescue ships with the bodily remains enclosed in tanks reached St. John’s in Newfoundland. The dead were brought to the United States. There they were buried according to the wishes of the bereaved. At the request of Roderich Schneider’s parents, his body was transferred to Chemnitz in Germany, where it was buried. Today, there is a memorial stone close to the headstone with the inscription:

Grab Schneiders
Tomb of Roderich Schneider in Chemnitz

„A brave sailor rests in native earth
Here from sever struggle, hardship and discomfort.
The South he saw, where palm trees waft.
He saw the ever ice-covered sea in the North;
Once saved already from going down;
he now became victim to invoked duty.“

posted by Wolfgang Opel




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